Geschichte

Wing Chun (chin.: „immerwährender Frühling“) ist ein (süd-) chinesischer Kampfkunststil in China mit dem Oberbegriff Wushu, im Westen mit dem Begriff Kung Fu bezeichnet.

Charakteristik
Im Wing Chun wurden alle Techniken auf ihre Wirkung hin maximiert. Die Bewegungen sind meist kurz und gerade (i.S. entlang einer Geraden) oder angedeutet spiralförmig. Der Einsatz von Kraft ist anders als in vielen anderen Kampfkunststilen. Es wird in der Regel keine starre Muskelkraft angewendet, sondern durch eine Mischung aus Gewichtsverlagerung (Schritttechniken) und spontaner schneller Streckbewegung (so genannter Peitschenkraft) mit einem relativ kleinen Anteil eigener Muskelkraft die Elastizität des eigenen Bewegungsapparates ausgenutzt.

Ein typisches Element einiger Wing-Chun-Stile ist der Kettenfauststoß. Man sagt, ein geübter Wing-Chun-Kämpfer könne davon ca. 8-10 Schläge pro Sekunde ausführen. Darüber hinaus finden alle Techniken erst in Verkettung ihre effektive Anwendung, wobei es letztlich unerheblich ist, ob hier Fauststöße oder Handflächenschläge zum Einsatz kommen. Die Kraft des Gegners wird durch die Anwendung von Winkel- und Drehprinzipien neutralisiert und gegen ihn verwendet (Gleichzeitigkeit von Angriff und Abwehr), d.h. während ein Schlag abgewehrt wird, erfolgt ein Angriff zur selben Zeit. Es gilt: Der Angriff ist die Verteidigung. Ein Schlag des Gegners wird so z.B. durch einen konternden Gegenschlag abgewehrt.

Der Stil ist auch durch seine Trittarbeit charakterisiert, die nur sehr wenige Grundtritte umfasst und mit der im Allgemeinen nur niedrige Ziele (bis Hüfthöhe) angegriffen werden. Ein Ziel dieser Tritte ist insbesondere das Kniegelenk und der Oberschenkelansatz des Gegners. Anders als bei Kampfsportarten mit genau definierten Regeln gibt es bei Wing Chun keine Wettkämpfe mit Punktesystem. Da in den höheren Graden Techniken erlernt werden, mit denen man einen Gegner in kürzester Zeit effektiv außer Gefecht setzen kann, würden solche Wettkämpfe schwerwiegende Verletzungen hervorrufen.

Aufgrund der hier kurz erläuterten allgemeinen Charakteristik gilt Wing Chun bisweilen als der Stil der Meister fortgeschrittenen Alters: Diese konnten sich auf diese Weise gegen die jungen, kräftigen und biegsamen Meister behaupten und sich somit den Respekt verschaffen, den manch junger Mönch vermissen ließ.

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Quelle: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

Die Legende des Wing Tsun

Ng Mui entwickelte nach einer Inspiration aus der Natur ein neues Kampfkunst-Konzept mit kürzeren und weicheren Bewegungen, als ihr ursprünglicher Stil, das Shaolin Kung – Fu. Sie lehrte es Yim Wing Tsun, die sich in einer schwierigen Lage befand. Diese konnte sich mit Hilfe dieses Konzeptes gegen einen stärkeren Angreifer durchsetzen.

Yim Wing Tsun heiratete Leung Bok Chau. Dieser nahm zu Anfang die Kampfkunst seiner Frau nicht so ganz ernst, erfuhr dann aber selbst, wie wirkungsvoll sie ist. Er lernte das System von ihr und gab ihm den Namen Wing Tsun. Von Leung Bok Chau lernte Leung Lan Kwai, ein Kräuter- und Knochenarzt, der nie zeigen wollte dass er Kung – Fu beherrschte. Doch Wong Wah Bo, seines Zeichens Schauspieler einer Theatergruppe, schaffte es, sein Schüler zu werden.

Von einem anderen Mitglied der Theatergruppe  (Meister Chi Shin) hatte Leung Yee Tei die Langstocktechnik erlernt. Wong Wah Bo und Leung Ye Tei tauschten Techniken aus, so dass das Wing Tsun System um die Langstocktechniken ergänzt wurde.

Leung Yee Tei gab sein Wissen an Dr. Leung Jan, einem Arzt aus Fatshan, weiter. Dieser wiederum lehrte unter anderem seine beiden Söhne (Leung Tsun und Leung Bik) und Wah, den Holzmann. Wah “der Holzmann” hatte so harte Arme, dass beim Training an der Holzpuppe deren Arme brachen. Er brachte Chan Wah Shun zu Dr. Leung Jan. Chan Wah Shun mietete zu Unterrichtszwecken Räume von dem Yip-Clan und unterrichtete den jungen Yip Man.

Soweit die Legende, wahrscheinlich ist Wing Tsun ca. 250 – 300 Jahre alt. Die Ursprünge sind schwer zu erforschen, da es so gut wie keine schriftlichen Aufzeichnungen gibt.

Quelle: Die Geschichte des Yip Man-WingTsun-Stiles

Geschichte

Eine Bewegung aus dem Chi-Sao-Reaktionstraining.

Formen

Sifu Jochen Dietter zeigt eine Position in der Langstockform.

Stammbaum

Trainingssituation im Wing Tsun Kung Fu Unterricht.

Kung Fu

Dies Bild zeigt Sifu Jochen Dietter bei der Anwendung des Scheren-Gaan-Sao.